Hej da draußen!
Wir haben lange nichts mehr voneinander gehört. Deswegen möchte ich mich heute auch mal wieder zu Wort melden. Wie ihr ja schon Anfang August lesen durftet, haben auch dieses Jahr wieder 25 neue Azubis und BA-Studenten ihren Weg bei KOMSA begonnen. Die ersten Eindrücke unserer „Erstis“ legen sich so langsam und es kommt so etwas wie Alltag in ihr Leben. Doch lasst uns diese Gelegenheit doch einmal für einen kleinen Rückblick nutzen. Ich durfte das diesjährige AWT wieder mit einer Kamera bewaffnet begleiten, habe Fotos geschossen und einen kleinen Filmbeitrag gedreht. Und da sind wir auch schon beim Thema: Wie entsteht eigentlich so ein prachtvolles Stück Bewegtbild? Und wie läuft unser jährliches AWT denn eigentlich genau ab?

Licht, Kamera, Action!

Sichten, sichten, sichten. So fängt eigentlich jedes Videoprojekt an. Wer ganz vorbildlich ist und während des Drehs Zeit dafür hat kann sich natürlich auch Notizen machen, wann was gedreht wurde und wo es schöne Szenen gab. In der Praxis bleibt dazu leider selten Zeit. Daher folgt nach dem Überspielen der Dateien auf den PC die erste Sichtung. Dateien werden sinnvoll benannt und man verschafft sich einen Überblick über das gedrehte. In meinem AWT-Beispiel habe ich selbst gefilmt und fotografiert, deswegen ist dieser Schritt zum Glück relativ wenig aufwändig gewesen.

Das Konzept zum Film sollte bestmöglich vorher stehen. Man macht sich Gedanken, welche Szenen man braucht und dreht diese an geeigneter Stelle ab. In meinem Fall war das Ziel eine Art Aftermovie zu erstellen. Ohne festes Drehbuch, einfach ein paar Eindrücke der Veranstaltung zu sammeln. Dafür hat mir unsere liebe Jara, welche eine der Organisatoren des AWT war, einen Zeitplan erstellt. Auf diesem konnte ich gut sehen, wann ich wo zu sein habe. Ihr seht also, so ein Videoprojekt fängt schon lange vor dem eigentlichen Videoschnitt an. 🙂

Back to the Computer

Sind alle Dateien gesichtet, geordnet und benannt geht’s endlich an den Filmschnitt. Ich schneide solche Projekte in Adobe´s Premiere Pro. Hier ein Kurzer Throwback zu meinem ersten Videoprojekt: Ich öffne voller Euphorie und Tatendrang die Creative Cloud. Starte dort mein Premiere und lasse alle Presets und Effekte erwartungsvoll laden. Das Fenster öffnet sich und ich fühle mich komplett erschlagen von einfach allem was ich dort sehe. Plötzlich fallen mir noch 100 andere Dinge ein, die ich auf einmal total schnell erledigen muss und ich schließe Premiere wieder.

Doch Spaß beiseite: Um mit dem Programm selbst, seinen Funktionen und Möglichkeiten klar zu kommen braucht es eine gewisse Zeit. Ihr seht hier mal einen Screenshot des kleinen Films den ich zum AWT geschnitten habe. Das kann schon erschlagend sein, wenn man am Anfang nicht genau weiß wo man findet was man sucht (Den Referenzmonitor habe ich hier einmal ausgeblendet, der befindet sich auf dem zweiten Monitor).

AWT Video im Schnittprogramm
AWT Beitrag im Premiere

Schnipp, Schnapp!

Nun fängt erst die eigentliche Arbeit an. Der Film wird arrangiert, die Dateien in eine grobe Reihenfolge gebracht und die Story baut sich langsam auf. Je nach Projekt sollte dafür im besten Fall schon eine Musik darunterliegen, um auf den Takt eben dieser schneiden zu können. Dieser Vorgang kann sich von einigen Minuten bis hin zu mehreren Stunden ziehen. Hier noch ein Frame mehr, dort noch zwei weniger…darin kann man sich echt verlieren!

Sobald das Grundgerüst steht, geht es an den Feinschliff. Überblendungen zwischen den einzelnen Schnitten werden eingefügt, Feintuning an den Ausschnitten, Farbanpassungen und Einblendungen werden eingebaut, Animationen werden erstellt und so weiter. Animationen kann man tatsächlich auch in Premiere Pro machen, allerdings verlagert sich sowas häufig in After Effects, ein anderes Adobe Programm. All das ist ebenfalls eine ziemlich langwierige Aufgabe. Allerdings steht und fällt ein guter Clip auch oft genau damit: je mehr Details und Geduld investiert wird, desto besser das Ergebnis.

Na, immernoch hier?

Für jeden der bis hierher gelesen hat erstmal ein Dankeschön! Wie Ihr merkt ist das Thema Videoproduktion ein recht komplexes. Und auch hier konnte ich nur an der Oberfläche kratzen. Worauf muss ich beim Filmen selber achten? Welche Tricks und Kniffe gibt es? Kann ich Shortcuts für ein effektiveres Arbeiten nutzen? Wie geht Color-Grading? Welcher Übergang passt wozu? Woher bekomme ich passende Musik die ich auch nutzen darf? All das und vieles mehr sind Fragen, die früher oder später auftauchen. Allerdings ist dieser Beitrag ja schon fast gesprengt, daher würde das Antworten auf all diese Fragen jetzt zu weit führen. Wenn es Interesse an mehr zu solchen Themen gibt lasst es uns gern wissen! Ich hoffe aber auch dieser kleine Einblick war für Euch interessant. 🙂

In diesem Sinne bis ganz bald!

Euer Robby.