Fast jeder fragt sich im Betrieb doch mal,  was macht denn der Vorstand eigentlich so privat? Was macht er in seiner Freizeit? Was hat er schon erlebt und wie sind seine Gedanken? Als Azubi denkt man oft, dass diese Fragen einem nie beantwortet werden. Denn in großen Unternehmen sind die Vorstände für einen meistens unerreichbar. Aber nicht bei uns!  Bei KOMSA zählt es zu den Prinzipien, dass jeder mit jedem agiert . So kommt es auch vor,  dass man in seiner Ausbildungszeit nicht nur aufgabenspezifisch mit dem Vorstand zusammenarbeitet, sondern sich auch mal persönlich austauscht.

Ich habe diese Chance genutzt und unserem Vorstandsvorsitzenden Uwe Bauer meine neugierigen Fragen gestellt.

Wie sah Dein beruflicher Werdegang aus, bevor Du zu KOMSA gekommen bist?

Die Themen Technik und Vertrieb haben mich schon immer begleitet. In der Kindheit war ich leidenschaftlicher Elektronikbastler. Das wollte ich zum Beruf machen. Allerdings konnte ich meine Wunschausbildung als Elektronikfacharbeiter mit Abitur nicht absolvieren, da ich mich dafür für 3 Jahre Wehrdienst bei der NVA verpflichten musste. Das wollte ich nicht. Also blieb nur die Ausweichlösung als Zerspanungsfacharbeiter mit Abitur. Diesen Schwenk in den Maschinenbau habe ich nie bereut. Nach der Ausbildung habe ich Elektrotechnik an der TU Chemnitz studiert und bin letztlich im Vertrieb gelandet: Ich habe für eine dänische Firma (Bang&Olufsen) im Außendienst von Berlin aus Fernseher und HIFI-Anlagen verkauft und das Händlernetz in Ostdeutschland aufgebaut. Das war eine sehr spannende Zeit und brachte viele Parallelen zu meinen späteren Aufgaben. Nach der Zeit als Gebietsleiter bei Bang&Olufsen war ich in der Deutschlandzentrale noch drei Jahre für die Verkaufstrainings und das Produktmanagement verantwortlich, bevor ich zur KOMSA-Gruppe gewechselt bin.

Seit wann bist Du bei KOMSA und in welchem Bereich warst du Anfangs tätig?

2000 bin ich dann in die Heimat zurückgezogen und habe innerhalb von KOMSA bei aetka angefangen und mich um Marketing gekümmert.

Dein Weg bei KOMSA zeigt, wie sehr Mitarbeiterentwicklung bei KOMSA gelebt wird. Wie ging es für Dich nach dem Start im aetka-Marketing weiter?

Ab 2002 habe ich das Produktmarketing für die gesamte KOMSA-Gruppe und den Pressebereich geleitet, bevor ich 2005 Vorstand bei der aetka AG wurde. In dieser Rolle war ich dann später Mitglied der Konzernleitung und seit gut einem Jahr bin ich als Vorstand für den B2C-Vertrieb und als Vorstandsvorsitzender für die ganze Gruppe verantwortlich.

Was hat sich durch diesen Schritt für Dich ganz persönlich verändert?

Für mich hat sich viel geändert. Mehr Verantwortung bedeutet auch, Entscheidungen mit größerer Tragweite zu treffen. Ich musste lernen, noch besser zu priorisieren, um alles unter einen Hut zu bekommen. Und ich kann jetzt mit vielen Kollegen enger zusammenarbeiten und diese besser kennenlernen, mit denen ich vorher aus aetka heraus weniger zu tun hatte. Wichtig ist, dass KOMSA ein Organismus ist, der nur im Zusammenspiel funktioniert, gedeiht und sich entwickeln kann.

Was war für Dich bis jetzt deine größte Herausforderung?

Meine größte Herausforderung war immer, Kunden, Geschäftspartner und Mitarbeiter bzw. Kollegen für Veränderungen zu motivieren, wenn diese noch gar nicht notwendig erscheinen. Das ist so gemeint, dass in „guten Zeiten“ die Veränderungsbereitschaft bei Menschen naturgemäß sehr gering ist. Denn es läuft ja alles. Aber genau in der Zeit ist es wichtig, die richtigen Schritte für die Zeit einzuleiten, in der es nicht mehr so gut läuft, um dann leichter den Turnaround zu schaffen.

Mit mehr als 25 Jahren am Markt zählt KOMSA zu den Distributions-Pionieren in unserer Branche. Wie siehst Du die Zukunft von KOMSA?

Die Zukunft von KOMSA sehe ich sehr positiv. Wir haben viele Chancen am Markt durch die Bereitschaft der Komsianer, sich für unsere Kunden ins Zeug zu legen. Wie in allen Wirtschaftsbereichen ist auch unsere Branche sehr stark durch Automatisierung geprägt. Wenn heute noch so mancher Handelspartner seine Ware telefonisch bestellt, so erledigen das in Zukunft Systeme. Wir werden viel stärker die Bedürfnisse der Endverbraucher in den Blick nehmen und damit unseren Vertriebspartnern die Möglichkeit geben, besser zu verkaufen. Unsere Partner aus Industrie und Handel bei der Verzahnung von Online und Offline zu unterstützen, ist schon heute eine wichtige Aufgabe und wird in Zukunft eine noch größere Rolle für uns spielen.  Das gilt sowohl für das Geschäft mit Privatkunden als auch mit Geschäftskunden, in dem noch viel Potential schlummert.

Was macht KOMSA für Dich besonders?

Man kann ein Haus fertig kaufen, einen Architekten beauftragen und es nach seinen Wünschen bauen lassen oder es nach einem Bauplan errichten. Das ist das Übliche. KOMSA aber ist ein Haus, das sich die Bewohner selbst gebaut haben. Das macht unser Unternehmen für mich besonders.

Was motiviert Dich am meisten bei deiner Arbeit hier bei KOMSA und was möchtest Du unseren Lesern vielleicht gern noch mit auf den Weg geben?

Mich hat von der ersten Stunde an bei KOMSA die Möglichkeit motiviert, eigenverantwortlich handeln zu können. Das ist bis heute so.

Verantwortung ist ein sehr wichtiges Gut. In meinen Wertvorstellungen das Wichtigste!

Deshalb ermutige ich jeden, egal, ob er noch in der Ausbildung steckt, als Trainee arbeitet oder schon mitten im Berufsleben steckt: Nehmt Verantwortung und trefft beherzt Entscheidungen!

Hast Du ein Hobby oder eine Freizeitbeschäftigung, die Du am liebsten machst?

Ich fahre gern Fahrrad, um den Kopf frei zu bekommen, und als Ausgleich werkel ich gern. Holz, Stahl, Garten, Moped …

Welche Art von Musik hörst Du?

Seit jeher eher die Charts und besonders gern Reggae.

Welche Länder möchtest Du noch bereisen?

Island, Norwegen und immer wieder Südafrika.

Hast Du eine Angewohnheit oder einen Tick, der besonders ist?

Klar. Radios, Mopeds und Autos aus DDR-Zeiten.